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Glossar

Glossar: Begriffe rund um Coaching und seelische Gesundheit

44 Begriffe in einfacher Sprache erklärt, von ADHS und Burnout bis Selbstführung und Mentoring. Mit Links zu den ausführlichen Artikeln.

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A

Ablehnungsempfindlichkeit (Rejection Sensitivity)

Besonders starke emotionale Reaktion auf tatsächliche oder vermutete Zurückweisung oder Kritik. Keine offizielle Diagnose, wird aber von vielen Menschen mit ADHS beschrieben.

ADHS und Gefühle →

Achtsamkeit

Bewusste, wertfreie Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment. Mehr als Meditation, auch im Alltag übbar.

Achtsamkeit im Alltag →

ADHS

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung: eine neurobiologische Veranlagung mit Schwierigkeiten bei Aufmerksamkeitssteuerung, Impulskontrolle und innerer Unruhe. Sie beginnt in der Kindheit und besteht bei vielen Erwachsenen fort.

ADHS-Test für Erwachsene →ADHS-Behandlung →

Anhaltende Trauerstörung

Sehr lange anhaltende, stark beeinträchtigende Trauer mit intensiver Sehnsucht und Verzweiflung, die behandlungsbedürftig sein kann.

Trauer tragen →

Anhedonie

Verlust der Fähigkeit, Freude oder Interesse zu empfinden, ein Hauptsymptom der Depression.

Depression erkennen →

Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag)

Vertrag nach Art. 28 DSGVO mit Dienstleistern, die personenbezogene Daten in Deinem Auftrag verarbeiten, etwa Software-Anbietern.

DSGVO bei Coaching-Software →

B

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Angebot des Arbeitgebers nach mehr als sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit innerhalb eines Jahres, um Rückkehr und Vorbeugung zu klären. Für Beschäftigte freiwillig.

Burnout: Krankschreibung und Rückkehr →

Body Doubling

Aufgaben in Anwesenheit einer anderen Person erledigen, auch virtuell, um besser ins Tun zu kommen und dranzubleiben. Beliebt bei ADHS.

ADHS-Behandlung →

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Psychische Erkrankung mit intensiven, schwer regulierbaren Gefühlen, instabilen Beziehungen, schwankendem Selbstbild und oft impulsivem Verhalten. Sie gilt bei passender Psychotherapie als gut behandelbar.

Borderline verstehen →Borderline-Test →

Burn-on

Beschreibung eines Zustands, in dem Menschen trotz anhaltender Erschöpfung weiter funktionieren. Kein offizieller Diagnosebegriff.

Burnout-Phasen →

Burnout

Nach WHO ein berufsbezogenes Phänomen durch chronischen, nicht bewältigten Arbeitsstress: Erschöpfung, Distanz zur Arbeit und nachlassende Leistung. Ärztlich werden oft andere Diagnosen gestellt.

Burnout erkennen →Burnout-Phasen →

C

Coaching

Prozessbegleitung durch Fragen und Methoden, mit dem Ziel, eigene Lösungen zu entwickeln. Coaching ersetzt keine Psychotherapie und behandelt keine Erkrankungen.

Mentoring oder Coaching →

D

Depression

Behandelbare psychische Erkrankung mit anhaltend gedrückter Stimmung oder Freudlosigkeit, Antriebsmangel und weiteren Beschwerden über mindestens zwei Wochen.

Depression erkennen →

Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

Für Borderline entwickeltes psychotherapeutisches Verfahren aus Einzeltherapie, Skillstraining in der Gruppe und Krisenunterstützung. Kernidee: Annahme und Veränderung gehören zusammen.

Borderline verstehen →

Dissoziation

Gefühl, vom eigenen Körper, von Gefühlen oder der Umwelt abgeschnitten zu sein, oft unter starkem Stress oder nach Belastung.

Borderline-Test →

E

Emotionale Intensität

Gefühle, die schneller, stärker oder länger wirken als bei vielen anderen. Sie ist keine Diagnose und kann Stärke und Belastung zugleich sein.

Emotionale Intensität →

Erschöpfungsdepression

Depressive Erkrankung mit ausgeprägter Erschöpfung, häufig nach langer Überlastung. Wird ärztlich oft statt „Burnout“ diagnostiziert.

Burnout erkennen →

Exekutive Funktionen

Geistige Fähigkeiten wie Planen, Priorisieren, Starten, Arbeitsgedächtnis und Selbststeuerung. Bei ADHS sind sie oft schwerer verfügbar.

ADHS im Alltag organisieren →

F

Fawn-Reaktion

Schutzreaktion auf wahrgenommene Bedrohung, bei der man sich anpasst und beschwichtigt, neben Kampf, Flucht und Erstarren. Kann hinter People Pleasing stecken.

People Pleasing ablegen →

G

Gewohnheit

Automatisiertes Verhalten, das durch Wiederholung entsteht. Die Dauer bis zur Automatisierung schwankt von Wochen bis Monaten.

Gewohnheiten ändern →

Glaubenssätze

Verinnerlichte, oft unbewusste Überzeugungen über sich, andere und die Welt („Ich muss es allen recht machen“), die Verhalten steuern und prüfbar sind.

Muster erkennen und verändern →

Grenzen setzen

Klar und respektvoll mitteilen, was für Dich passt und was nicht, ohne Angriff und ohne Mauer.

Grenzen setzen lernen →

Grübeln

Anhaltendes, kreisendes Nachdenken über Probleme oder Fehler ohne Lösung. Es verstärkt sich selbst und kann bei Depression und Angst eine Rolle spielen.

Grübeln stoppen →

Gruppencoaching

Coaching einer festen Gruppe mit Impulsen, Austausch und Übungen. Wirkt durch Spiegel, Verbundenheit und Verbindlichkeit.

Gruppencoaching →

H

Hyperfokus

Zustand tiefer, oft stundenlanger Konzentration auf etwas Fesselndes, in dem Zeit und Umgebung ausgeblendet werden. Er kommt bei ADHS häufig vor.

ADHS im Alltag organisieren →

I

Innere Antreiber

Verinnerlichte Leitsätze wie „Sei perfekt“ oder „Streng dich an“, die Druck erzeugen und Überlastung begünstigen können.

Burnout-Phasen →

K

Komorbidität

Gleichzeitiges Vorliegen mehrerer Erkrankungen, zum Beispiel ADHS zusammen mit Depression, Angststörung oder Schlafstörung.

ADHS-Test für Erwachsene →

M

MBSR

Mindfulness-Based Stress Reduction: achtwöchiges Achtsamkeitsprogramm zur Stressbewältigung, entwickelt von Jon Kabat-Zinn.

Achtsamkeit im Alltag →

P

People Pleasing

Gelerntes Muster, es anderen ständig recht zu machen, oft auf Kosten eigener Bedürfnisse. Keine Diagnose.

People Pleasing ablegen →

PHQ-9

Kurzer Fragebogen mit neun Fragen zur Einschätzung depressiver Beschwerden der letzten zwei Wochen. Er ist ein Screening und keine Diagnose.

Versteckte Depression →

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Psychische Erkrankung nach einem belastenden Ereignis mit aufdrängenden Erinnerungen, Vermeidung und Übererregung. Sie gehört in psychotherapeutische Behandlung.

Was Dir passiert ist →

Psychoedukation

Strukturierte Aufklärung über eine Erkrankung, ihre Ursachen und den Umgang damit, ein Baustein vieler Behandlungen.

ADHS-Behandlung →

S

Selbstführung

Fähigkeit, Denken, Fühlen und Handeln bewusst an eigenen Werten und Zielen auszurichten, statt nur auf Reize und Erwartungen zu reagieren.

Selbstführung lernen →

Selbstmitgefühl

Sich selbst in schwierigen Momenten so begegnen wie einem guten Freund: achtsam, freundlich und im Wissen, dass Leiden zum Menschsein gehört. Nicht dasselbe wie Selbstmitleid.

Selbstmitgefühl lernen →

Selbstsabotage

Muster, bei dem Menschen eigene Ziele untergraben, oft aus Angst, Perfektionismus oder alten Überzeugungen.

Selbstsabotage verstehen →

Skills

Konkrete Fertigkeiten, um Anspannung zu senken, Gefühle zu regulieren und Krisen zu überstehen, zum Beispiel Kälte, Atmen, Bewegung oder Erdung.

Borderline-Test →

Smiling Depression

Umgangssprachlich für eine Depression, die nach außen kaum auffällt, weil Betroffene funktionieren und lächeln. Keine eigene Diagnose.

Versteckte Depression →

Splitting

Schwarz-Weiß-Wahrnehmung, bei der Menschen oder Situationen schlagartig ganz gut oder ganz schlecht erscheinen. Wird im Zusammenhang mit Borderline beschrieben.

Borderline für Angehörige →

Systemisches Coaching

Coaching-Ansatz, der Menschen im Zusammenhang mit Beziehungen, Rollen und Umfeldern betrachtet und Lösungen im System sucht.

Was ist systemisches Coaching? →

T

Trauma

Überwältigende Erfahrung mit anhaltenden Folgen. Nicht jede schwere Erfahrung führt zu einer Traumafolgestörung.

Was Dir passiert ist →

V

Validierung

Gefühle eines Menschen als nachvollziehbar anerkennen, ohne das Verhalten oder die Deutung zu bestätigen. Hilfreich im Umgang mit intensiven Gefühlen.

Borderline für Angehörige →

Z

Zeitblindheit

Schwierigkeit, Zeit zu spüren und Dauer einzuschätzen. Folge sind Verspätungen, Zeitnot und verschätzte Aufgaben, besonders bei ADHS.

ADHS im Alltag organisieren →

Die Erklärungen dienen der Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Wie wir Inhalte erstellen, steht in unseren redaktionellen Standards.

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