Mentoring in Lebenskrisen richtet sich an Menschen, bei denen ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen ist und der nächste noch keine Form hat: nach einer Trennung, einem Jobverlust, einem Umzug, einem Verlust oder einer Zeit, in der Du Dich selbst nicht mehr erkennst. Mentoring heißt, dass Dich jemand begleitet, der einen ähnlichen Weg selbst gegangen ist, und seine Erfahrung offen mit Dir teilt.
Dieser Artikel erklärt ohne Umschweife, was Mentoring in Umbrüchen leisten kann, woran Du den richtigen Zeitpunkt erkennst, wie ein Ablauf aussehen kann und wo die Grenzen liegen. Er ist ausführlich gehalten, damit Du Dir ein ehrliches Bild machen kannst. Die Lesezeit liegt bei etwa 15 Minuten.
Kurz gesagt
- Was ist das? Mentoring ist eine Begleitung auf Augenhöhe durch eine erfahrene Person, die ihre eigenen Erfahrungen als Angebot einbringt, nicht als Vorlage.
- Wann hilft es? Bei Umbrüchen, Neuorientierung und Fragen wie „Wer bin ich, wenn die alten Rollen wegfallen?“
- Wo sind die Grenzen? Mentoring ist keine Therapie, kein Krisendienst und gibt keine Garantien. Bei akuter Not und bei Erkrankungen gehört professionelle medizinische oder psychotherapeutische Hilfe an erste Stelle.
Inhalt dieses Artikels
- Was eine Lebenskrise ist
- Woran Du merkst, dass Begleitung Dir guttun könnte
- Was Mentoring ist
- Was Mentoring in Lebenskrisen leisten kann
- Wo die Grenzen liegen
- Wie ein Mentoring ablaufen kann
- Ein konkretes Beispiel: Mentoring bei CoGether
- Sieben Missverständnisse über Mentoring
- Eine Übung: Deine Bestandsaufnahme
- Woran Du einen guten Mentor erkennst
- Zehn Fragen für das Kennenlernen
- Wie Du Dich vorbereitest
- Wann zuerst professionelle Hilfe sinnvoll ist
- Häufige Fragen
Was eine Lebenskrise ist
Eine Lebenskrise ist kein medizinischer Begriff. Im Alltag beschreibt er Phasen, in denen das, was lange getragen hat, nicht mehr trägt. Das kann plötzlich passieren, etwa durch Trennung, Kündigung, Krankheit in der Familie oder einen Todesfall. Es kann sich auch langsam einschleichen: Eine Arbeit, die Dich früher erfüllt hat, fühlt sich leer an. Eine Rolle, in die Du hineingewachsen bist, passt nicht mehr.
Typisch für solche Phasen ist, dass der Verstand nach Lösungen sucht und keine findet. Die gewohnten Werkzeuge greifen nicht: Disziplin, Durchhalten, positives Denken. Du funktionierst vielleicht nach außen weiter, aber innen hat sich etwas verschoben. Viele beschreiben es so: Das alte Leben funktioniert nicht mehr, und das neue hat noch keinen Namen.
Wichtig: Eine Lebenskrise ist kein Scheitern. Sie ist oft der Moment, in dem ein alter Lebensentwurf nicht mehr passt. Das ist schmerzhaft, kann aber auch der Anfang von etwas Klarerem sein. Ob und wie sich das für Dich zeigt, lässt sich vorher nicht versprechen.
Woran Du merkst, dass Begleitung Dir guttun könnte
Diese Liste ist keine Diagnose, sondern eine Orientierung. Wenn Du Dich in mehreren Punkten wiederfindest und sie Dich länger beschäftigen, kann eine Begleitung sinnvoll sein:
- Du zweifelst an Deinen Entscheidungen und drehst Dich mit denselben Fragen im Kreis.
- Du fragst Dich, wer Du bist, wenn Du Rollen und Erwartungen abstreifst.
- Du hast niemanden, mit dem Du ehrlich sprechen kannst, ohne sofort beruhigt, bewertet oder mit Ratschlägen eingedeckt zu werden.
- Alte Strategien wie Durchhalten oder Funktionieren helfen nicht mehr.
- Du spürst, dass Du eine Entscheidung treffen müsstest, und kommst nicht ins Handeln.
- Du wünschst Dir jemanden, der den Weg kennt und Dir ehrlich sagt, was er sieht.
Dazu passen zwei Artikel, die ähnliche Lagen beschreiben: Wenn das Leben nicht mehr dasselbe ist und Du verstehst Dich längst: Warum verändert sich trotzdem so wenig?
Was Mentoring ist
Mentoring ist eine Beziehung, in der eine erfahrene Person eine andere Person auf einem Weg begleitet, den sie selbst in ähnlicher Form gegangen ist. Das Besondere gegenüber anderen Formen der Begleitung: Der Mentor bringt Erfahrungswissen ein. Er sagt auch, was er in Deiner Lage getan hat, was gut war und was er heute anders machen würde. Das ist ein Angebot, keine Anweisung. Wie Du entscheidest, bleibt Deine Sache.
Zum Vergleich in aller Kürze:
- Coaching arbeitet vor allem mit Fragen und Methoden. Die Antworten entwickelst Du selbst. Der Coach braucht dafür nicht unbedingt Erfahrung mit Deiner Situation.
- Mentoring verbindet Begleitung mit eigener Erfahrung des Mentors.
- Supervision reflektiert die berufliche Praxis, meist von Fachkräften.
- Psychotherapie behandelt psychische Erkrankungen und ist Heilkunde. Sie setzt eine fachliche Qualifikation und Zulassung voraus.
Die Begriffe Mentoring und Coaching sind in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, was ein Anbieter tatsächlich tut. Eine unabhängige Begriffsklärung findest Du beim Guidance Observatory. Die Unterschiede zwischen Mentoring und Coaching beschreiben wir ausführlich in Mentoring oder Coaching: Unterschiede, Beispiele und wie Du entscheidest.
Was Mentoring in Lebenskrisen leisten kann
1. Ein Gegenüber, das nicht bewertet
In Krisen halten sich viele Menschen zurück, weil sie niemanden belasten wollen oder Angst vor gutgemeinten Ratschlägen haben. Ein Mentor hört zu, ohne Dich zu beruhigen, zu belehren oder zu bewerten. Schon das kann entlasten.
2. Erfahrung als Orientierung
Wer einen ähnlichen Weg gegangen ist, kann Muster erkennen: Was ist typisch für diese Phase? Wo geraten Menschen ins Stocken? Welche Fehler sind häufig? Dieses Wissen spart Umwege, ersetzt aber nicht Deine eigene Entscheidung.
3. Struktur, wenn alles wackelt
Wer sich verloren fühlt, braucht oft zuerst Halt. Ein fester Rahmen aus regelmäßigen Terminen, klaren Phasen und überschaubaren Schritten gibt Orientierung, wenn der Alltag es nicht tut.
4. Sortieren, was zu Dir gehört
Viele übernehmen Erwartungen, ohne sie zu prüfen. In einem Mentoring kannst Du unterscheiden: Was ist wirklich meins, und was sind Erwartungen anderer? Das ist oft der Beginn von Entscheidungen, die zu Dir passen.
5. Kleine Schritte statt großer Sprünge
Aus der Unklarheit entsteht Veränderung selten durch einen einzigen Entschluss. Hilfreich sind kleine, machbare Schritte im Alltag, im Beruf und in Beziehungen, die Du ausprobieren und anpassen kannst.
6. Eine Haltung, die trägt
Am Ende geht es weniger um die perfekte Antwort als um eine neue Haltung zu Dir selbst: ehrlicher, klarer, freundlicher. Mehr dazu liest Du in Selbstführung lernen.
Wo die Grenzen liegen
Ehrlichkeit gehört zu einem seriösen Angebot. Mentoring hat klare Grenzen, und Du solltest sie kennen, bevor Du Dich entscheidest:
- Kein Krisendienst. Ein Mentor ist nicht rund um die Uhr erreichbar. In akuter Not, bei Suizidgedanken oder wenn Du Dich in Gefahr fühlst, wähle den Notruf 112 oder die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr).
- Keine Therapie und keine Diagnose. Mentoring behandelt keine Erkrankungen. Wenn Du den Verdacht hast, dass eine Depression, eine Angststörung oder eine andere Erkrankung vorliegt, gehört das in ärztliche oder psychotherapeutische Hände.
- Keine Garantie. Ob und wie sich Deine Lage verändert, hängt von vielem ab. Seriöse Mentoren versprechen keine Ergebnisse.
- Keine Abhängigkeit. Ein gutes Mentoring macht Dich unabhängiger, nicht abhängiger. Du entscheidest, wann es endet.
- Keine Ersatzfamilie. Ein Mentor begleitet in einem klaren Rahmen, ersetzt aber nicht Freunde, Familie oder professionelle Dienste.
Wie ein Mentoring ablaufen kann
Es gibt nicht „den“ Ablauf. Viele Mentorings folgen aber einem ähnlichen Muster aus drei Phasen:
- Ankommen und sortieren: Eine ehrliche Bestandsaufnahme. Wo stehst Du? Was belastet Dich? Was ist wichtig? Schon kleine Klarheit kann erste Entlastung bringen.
- Muster verstehen: Welche Rollen, Gewohnheiten und Überzeugungen prägen Deinen Weg? Welche möchtest Du behalten, welche nicht mehr?
- Neu ausrichten: Werte, Grenzen und Richtung festigen. Konkrete Schritte im Alltag planen und Strukturen aufbauen, die auch nach dem Mentoring tragen.
Die Termine finden meist wöchentlich oder zweiwöchentlich statt, oft online per Video. Zwischen den Terminen können Reflexionsfragen oder kleine Übungen dabei helfen, dass etwas in Bewegung bleibt.
Ein konkretes Beispiel: Mentoring bei CoGether
Damit Du Dir etwas Konkretes vorstellen kannst, beschreiben wir das Mentoring bei CoGether als ein Beispiel unter mehreren möglichen:
- Rahmen: 1:1-Mentoring mit Sven über drei Monate, zehn Termine à 60 Minuten, online per Video, verteilt über zwölf Wochen.
- Drei Phasen: Ankommen und sortieren, Muster verstehen, neu ausrichten, so wie oben beschrieben.
- Zwischen den Terminen: schriftliche Nachrichten an Werktagen, Antwort innerhalb von 48 Stunden. Das ist ausdrücklich kein Krisendienst.
- Haltung: Erfahrung statt Theorie, Augenhöhe statt Belehrung, Klarheit statt Schönreden.
- Plätze: bewusst wenige gleichzeitig, derzeit drei pro Quartal, damit Aufmerksamkeit für jeden Menschen bleibt.
Alle Details und die Möglichkeit, einen Platz anzufragen, findest Du auf der Seite Mentoring bei CoGether. Ob Mentoring oder Coaching besser zu Dir passt, klärt sich im Kennenlernen.
Sieben Missverständnisse über Mentoring
Viele Erwartungen an Mentoring stammen aus Bildern von Beruf und Karriere. In Lebenskrisen sieht es anders aus. Diese Missverständnisse begegnen uns besonders oft:
- „Der Mentor sagt mir, was ich tun soll.“ Ein guter Mentor gibt Erfahrung weiter, aber entscheidet nicht für Dich. Du prüfst, was passt.
- „Mentoring ist Therapie light.“ Nein. Mentoring behandelt keine Erkrankungen und ersetzt keine Therapie. Es ist eine Begleitung im Alltag und bei Entscheidungen.
- „Der Mentor muss alles gemeistert haben.“ Wichtiger als ein perfekter Lebenslauf ist, dass jemand ehrlich über den eigenen Weg sprechen kann, einschließlich der Fehler und Umwege.
- „Je mehr Termine, desto besser.“ Struktur hilft, aber mehr ist nicht automatisch wirksamer. Wichtig ist, dass zwischen den Terminen Raum zum Ausprobieren bleibt.
- „Mentoring löst meine Krise.“ Es kann Orientierung und Entlastung geben. Die Schritte gehst Du selbst, und nicht jede Krise lässt sich in wenigen Wochen auflösen.
- „Das ist nur etwas für Menschen, die es nicht allein schaffen.“ Sich begleiten zu lassen heißt nicht, schwach zu sein. Viele nutzen Begleitung gerade, weil sie Verantwortung für ihren Weg übernehmen.
- „Ich muss schon wissen, was ich will.“ Nein. Gerade die Unklarheit ist oft der Anlass. Du musst nicht vorbereitet sein, nur bereit, ehrlich hinzuschauen.
Eine Übung für den Anfang: Deine Bestandsaufnahme in fünf Bereichen
Wenn Du Dich verloren fühlst, hilft es, die Lage zu sortieren, bevor Du Lösungen suchst. Nimm Dir eine halbe Stunde, ein Blatt Papier und beantworte für jeden der folgenden Bereiche drei Sätze: Wie ist es gerade? Was belastet mich? Was würde mir guttun? Es geht nicht um perfekte Antworten, sondern um Ehrlichkeit.
- Alltag und Arbeit: Wie sehen meine Tage aus? Wo fühle ich mich gebraucht, wo erschöpft?
- Beziehungen: Wer trägt mich? Wo fehlt mir ein ehrliches Gegenüber? Wo ziehe ich mich zurück?
- Körper und Energie: Wie schlafe ich, wie esse ich, wie bewege ich mich? Was sagt mir mein Körper?
- Werte und Sinn: Was war mir früher wichtig, und was ist es heute? Welche Erwartungen stammen von anderen?
- Zukunft und Entscheidungen: Welche Entscheidung schiebe ich auf? Was wäre ein kleiner Schritt in diesem Monat?
Lies Deine Antworten nach ein paar Tagen noch einmal. Meist zeigt sich ein Bereich, der am dringendsten Aufmerksamkeit braucht. Das ist ein guter Ausgangspunkt für ein Gespräch, ob mit einem Mentor, einer Freundin oder einem Fachmenschen. Viele berichten, dass schon das Aufschreiben Druck aus der Lage nimmt.
Woran Du einen guten Mentor erkennst
Weil die Begriffe nicht geschützt sind, hilft eine kleine Prüfliste. Ein seriöser Mentor oder eine seriöse Mentorin:
- erklärt klar, was Mentoring ist und was nicht, und nennt die Abgrenzung zur Psychotherapie von sich aus,
- kann seine Erfahrung nachvollziehbar beschreiben, ohne sie als Vorlage für Dein Leben zu verkaufen,
- macht keine Heilversprechen und keine Erfolgsgarantien,
- nennt Dauer, Rhythmus, Kosten und Kündigungsregeln vorab und verständlich,
- bietet ein unverbindliches Kennenlernen an,
- setzt Dich nicht unter Entscheidungsdruck („Nur heute…“),
- achtet auf Deine Grenzen und weist auf professionelle Hilfe hin, wenn sie nötig ist,
- geht mit Deinen Informationen vertraulich um.
NIMM DIR FÜNF MINUTEN
Zehn Fragen für das Kennenlernen
- Welche Erfahrung bringst Du konkret mit, die zu meiner Situation passt?
- Wie sieht der Ablauf aus: Termine, Dauer, Rhythmus?
- Was ist zwischen den Terminen möglich, und was nicht?
- Wie gehst Du mit akuten Krisen um, und wer ist dann meine Ansprechperson?
- Wo siehst Du die Grenzen Deines Angebots?
- Was kostet das Mentoring insgesamt, und gibt es Ratenzahlung?
- Was passiert, wenn es für mich nicht passt? Kann ich beenden?
- Wie gehst Du mit meinen persönlichen Daten um?
- Arbeitest Du mit anderen Fachleuten zusammen, wenn ich mehr Unterstützung brauche?
- Woran würden wir merken, dass das Mentoring uns beide weiterbringt?
Eine gute Begleitung beantwortet diese Fragen gelassen und konkret.
Wie Du Dich vorbereitest
Du brauchst keinen fertigen Plan. Drei kleine Vorbereitungen reichen:
- Schreib auf, was Dich gerade am meisten beschäftigt. Stichworte genügen.
- Überlege, was Du Dir wünschst: Entlastung, Klarheit, eine Entscheidung, jemanden, der zuhört?
- Prüfe Deine Grenzen: Worüber möchtest Du (noch) nicht sprechen? Das darfst Du sagen.
Wann zuerst professionelle Hilfe sinnvoll ist
Es gibt Situationen, in denen nicht Mentoring der erste Schritt sein sollte, sondern ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung. Das gilt zum Beispiel, wenn:
- Du über längere Zeit kaum schläfst, Dich kaum noch freuen kannst oder Dich leer und hoffnungslos fühlst,
- Du Gedanken hast, Dir etwas anzutun,
- Du Dich nicht mehr in der Lage fühlst, Deinen Alltag zu bewältigen,
- Panik, starke Ängste oder körperliche Beschwerden Dich stark einschränken,
- Du bereits eine Diagnose hast und Dein Behandlungsteam Veränderungen im Alltag mit begleiten sollte.
Mentoring kann in solchen Fällen ergänzen, ersetzt aber keine Behandlung. Sprich offen mit Deinem Mentor darüber, was Du parallel erlebst.
Wichtig zu wissen
Coaching und Mentoring ersetzen keine Psychotherapie und keine ärztliche Behandlung. Dieser Artikel stellt keine Diagnosen und gibt keine Heilversprechen. Wenn Du Dich in einer akuten Krise befindest oder Gedanken hast, Dir etwas anzutun, such Dir bitte sofort Hilfe: Notruf 112 oder Telefonseelsorge, kostenlos und rund um die Uhr, unter 0800 111 0 111.
Wie Mentoring in Phasen verläuft: Von Kennenlernen bis Abschluss
Eine Mentoring-Beziehung durchläuft häufig drei Phasen. In der Kennenlernphase klärt Ihr Erwartungen, Rahmen und Ziele, und Vertrauen entsteht. In der Arbeitsphase besprecht Ihr Themen, probiert Schritte aus, reflektiert und passt an. In der Abschlussphase würdigt Ihr Fortschritte, plant die Zeit danach und löst die Beziehung bewusst. Je nach Format dauert Mentoring wenige Monate bis ein Jahr. Üblich sind Treffen alle ein bis zwei Wochen oder monatlich, je nach Ziel. Ein klarer Rahmen verhindert, dass Mentoring unverbindlich wird. Bei CoGether beschreibt Mentoring bei CoGether den konkreten Ablauf.
Mentoring über das Unternehmen oder extern: Wer trägt die Kosten?
Mentoring im Betrieb wird häufig vom Arbeitgeber getragen und dient Zielen wie Einarbeitung, Karriereentwicklung oder Nachfolge. Externes Mentoring (zum Beispiel für Lebenskrisen, Neuorientierung, persönliche Entwicklung) ist meist privat finanziert. Prüfe bei Unternehmensangeboten, wer Zugriff auf Inhalte hat, und bei externen Angeboten, was in Preis und Leistungen enthalten ist (Dauer, Zahl der Termine, Erreichbarkeit zwischen den Terminen).
Mentoring bei Neuorientierung, Trennung, Jobverlust und Krankheit
Typische Anlässe für Mentoring sind Trennung oder Scheidung, Verlust eines Menschen, Jobverlust, berufliche Neuorientierung, Auszug der Kinder, Krankheit in der Familie, Umzug in ein anderes Land, Rückkehr nach Auszeit oder Burnout. In solchen Phasen fehlt oft weniger Wissen als Halt, Struktur und ein Gegenüber, das Erfahrung mitbringt. Ein Mentor oder eine Mentorin kann helfen, Prioritäten zu setzen, Schritte zu planen und Mut zu fassen. Bei Depression, starken Ängsten oder Suizidgedanken geht professionelle Hilfe vor, siehe Depression erkennen. Nach einer Auszeit wegen Erschöpfung kann Begleitung die Rückkehr unterstützen (Burnout: Krankschreibung, Dauer und Rückkehr).
Häufige Fragen
Was ist Mentoring in Lebenskrisen?
Eine Begleitung auf Augenhöhe durch eine Person, die einen ähnlichen Weg selbst gegangen ist. Sie bringt Erfahrung, Struktur und ein ehrliches Gegenüber ein, ohne Therapie zu sein.
Für wen eignet sich Mentoring?
Für Menschen in Umbrüchen und Neuorientierungen, die Orientierung suchen und jemanden wünschen, der den Weg kennt. Bei akuten Krisen oder Erkrankungen gehört zuerst professionelle Hilfe dazu.
Wie lange dauert ein Mentoring?
Das ist unterschiedlich. Häufig sind es mehrere Wochen bis einige Monate. Bei CoGether dauert das Mentoring zum Beispiel drei Monate mit zehn Terminen.
Was ist der Unterschied zu Coaching?
Coaching begleitet mit Fragen und Methoden, damit Du Deine eigenen Antworten findest. Mentoring bringt zusätzlich die Erfahrung des Mentors ein. Mehr dazu in unserem Artikel zum Vergleich.
Kann Mentoring Therapie ersetzen?
Nein. Mentoring behandelt keine Erkrankungen. Es kann Therapie ergänzen, wenn Dein Behandlungsteam damit einverstanden ist.
Woran erkenne ich einen seriösen Anbieter?
An klaren Aussagen zu Grenzen, transparenten Konditionen, einem unverbindlichen Kennenlernen und dem Verzicht auf Heilversprechen und Druck.
Wie lange dauert Mentoring?
Üblich sind einige Monate bis etwa ein Jahr. Bei CoGether läuft das Mentoring über drei Monate.
Wie oft treffe ich meinen Mentor?
Das hängt vom Format ab, häufig alle ein bis zwei Wochen.
Wer zahlt Mentoring?
Im Unternehmen oft der Arbeitgeber, bei externem Mentoring meist die Teilnehmenden selbst.
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